Der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) verspricht gerade aus der Perspektive des Facility Management während der Nutzungsphase große wirtschaftliche Potentiale zu erschließen. In der Praxis liegen jedoch kaum Erfahrungen mit dem Einsatz von digitalen Bauwerksmodellen (BIM-Modellen) im Facility Management vor. Das Forschungsprojekt adressiert dabei die große Herausforderung, multiple BIM-Modelle über einen langen Zeitraum zu verwalten, aktuell zu halten und für laufende Recherchen nutzbar zu machen.

Mit der Konzeption und Implementierung der geplanten Integrationsinfrastruktur, die BIM-Modelle transparent mit klassischen Informationsquellen des FM wie CAFM-Datenbanken verknüpft und diese dabei weitgehend unverändert erhält, wird ein signifikanter Beitrag zum Aufbau eines „Common Data Environments“ (CDE) geleistet, wie dies einschlägige internationale BIM-Standards fordern.

Der hohe Praxisbezug des Vorhabens ergibt sich aus der Tatsache, dass im Projekt für zwei reale Bestandsgebäude prototypische BIM-Modelle erstellt werden und anhand verschiedener BIM-Nutzungsszenarien durch die Anwendungs­partner praktisch erprobt werden. So ist geplant, das Verbändehaus „Handel – Dienstleistung – Tourismus“ wie auch Teile des St. Hedwigs-Krankenhauses in Berlin Mitte als digitale Bauwerksmodelle zu erstellen.

Mit dem Einsatz innovativer Integrations­ansätze wie dem Einsatz von NoSQL Graph-Datenbanken sowie Technologien des Semantic Web lassen sich zudem Verknüpfungen zwischen den Informationsquellen herstellen, die Erkenntnisse ermöglichen, welche über den Informationsgehalt der Einzelquellen weit hinausgehen.

Das Projekt versetzt damit die beteiligten regionalen Partner in die Lage, sich frühzeitig mit diesem zukünftig wichtigen Themenbereich auseinander zu setzen und über neue und verbesserte Produkt- und Serviceleistungen ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.